Urlaub! Dänemark wir kommen!

10.Juli.2008 - Eine Antwort

Wir zählen die Tage. Oder besser: die Kinder fragen mich stündlich, in wieviel Tagen bzw. Stunden wir denn nun in den Urlaub fahren. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Frage “Wann sind wir endlich da?”.

Es ist Mittwoch. Das Wohnzimmer steht voll mit Kisten, die Dinge beherbergen, die am Samstag mit in den Urlaub sollen. Der Keller ist voller Wäsche, die ebenfalls mit soll, d.h. gewaschen, getrocknet, gefaltet werden will. Die Todo-Liste ist fast abgearbeitet, das einzige, das fehlt, ist Einpacken und – ach, ja, da war doch noch was auf die Schnelle – der Kinderausweis mit Foto.

Mal schnell eben zum Fotoladen im Einkaufscenter, Henry auspacken, selbstbewußt vor die diversen Schirme und Kameras setzen, um ihm die Ernsthaftigkeit meiner Absicht zu verdeutlichen. Empörtes Geschrei zur Kenntnis nehmen, Kind wieder in den Kinderwagen setzen, die Fragen der Fotografin schnell aber höflich beantworten: “Ja er hat Angst. Nein, er beruhigt sich nicht wieder. Später vielleicht ..” Fluchtartig den Laden verlassen. Was solls?! Im Vorraum des Amtes gibt es einen Automaten, der auch Fotos machen kann.

Ich habe ja Erfahrung mit den Automaten!

Meine Todo- und Einpackliste scheint vollständig. Trotzdem verfolgt mich der Gedanke, irgendetwas Elementares vergessen zu haben. Mit dem Gefühl werde ich die nächsten Tage leben müssen.

Hinzu kommt die Gewissheit, dass das Wetter in Dänemark bisher eher bescheiden ist. Und: Das Wetter wird sich in den nächsten Tagen nicht verändern.

Donnerstag, nur noch 2 mal schlafen.

Lennard ist in der Kita, Leonie bei einer Freundin, Henry und ich sind mit dem Fahrrad unterwegs zum Amt. Wir werden heute einen Kinderausweis erstellen lassen.

Die Fahrt dorthin verläuft ohne weitere Zwischenfälle und ich bin erstaunt wie schnell ich ankomme, denn ich habe mir die Strecke irgendwie länger vorgestellt. Im Amt erst einmal eine Nummer ziehen – Nr. 76, hurra! Wir werden wenig warten müssen, die Anzeigetafel ist bei Nr. 52. Also genug Zeit, Bilder für den Ausweis zu machen.

Wir stehen vor dem Automaten. Hm, die Preise wurden erhöht. Ich soll 6,- Euro bezahlen für ein biometrisches Foto meines Sohnes. Die freundliche Frauenstimme verspricht, es sei ganz einfach. Ich brauche meinen 86 cm großen Sohn nur so zu platzieren, dass sich sein Kopf in der Mitte des Spiegels befindet. Kein Problem: Ich stelle ihn auf den Sitz, das passt so in etwa. Dann aber wird überraschend rückwärts gezählt, 3 – 2 – 1 – Klick.

Das Kontrollbild läßt erkennen, dass Henry in diesem Augenblick auf seine Füsse geguckt hat. Egal, wir haben noch 2 Versuche. Das zweite Bild zeigt einen verhuschten Henry, der sich fallen läßt, das dritte Bild, wie er mich grinsend ansieht. Tja, schön unscharf und leider unbrauchbar für unsere Zwecke.

Zähneknirschend stecke ich weitere 6,- Euro in den Automaten. Weitere zwei unbrauchbare Versuche weiter habe ich die rettende Idee: Während der Countdown bereits beginnt, krame ich einen Keks aus der Tasche und halte ihn über den Spiegel – Jaaaaa!!!! Es hat funktioniert, etwas zu groß, nur leicht unscharf. Die Beamtin akzeptiert das Bild und kann sich den Tadel nicht verkneifen, dass wir das nächste Mal doch bitte etwas mehr Zeit und Geld in die doch so wichtigen Ausweisbilder investieren und zum Fotografen gehen. No comment.

Auf dem Weg nach Hause fällt mir ein: Bettwäsche. Wir sollen Bettwäsche mitbringen. Schön, aber wir schlafen unter 155 x 220 cm großen Zudecken und unsere Spannbettlaken verhüllen ein 200 x 220 cm großes Wasserbett. Die Betten und das Bettzeug im Ferienhaus sind kleiner. Das bedeutet, dass wir keine passende Bettwäsche haben. 5 Sekunden-Panik. Leihen. Ich muss nur noch schnell jemanden finden, der uns mit Spannbettlaken aushilft, aber wer? Zeemann, billig, anhalten, reingehen, Spannbettlaken kaufen, vier Garnituren Kinderbettwäsche mitnehmen, die passt. Puh, Entspannung.

Zu Hause noch schnell Rasen gemäht und trockenes Laub von ca. 4 Wochen eingesammelt, Mittagessen gekocht, Lennard aus der Kita abgeholt, Henry ins Bett gebracht, nach 15 Minuten wieder rausgeholt – na das wird ja ein ganz toller Nachmittag …

Jetzt nur noch: Packen, Teichpumpe säubern (dies ist der Job meines Mannes, der sicherlich unerledigt bleibt), etwas putzen, Wagen beladen und los.

Oh, jeh! Es ist noch soooo viel zu tun. Dann mal ran … Dänemark wir kommen. 3 – 2 -1

Mein erster Text!

29.Juni.2008 - 5 Antworten

Während mein schreiendes Baby gerade zum Wickeln “entführt” wird, damit ich diese Zeilen schreiben kann, betrete ich hiermit für mich absolutes Neuland.

Eigentlich bin ich ein “konservativer” Internetnutzer:

  • Ich lese ab und zu meine E-Mails von Menschen, die ein sehr ähnliches Nutzungsverhalten
    haben wie ich
  • Ich informiere mich über Aspekte, die mein Leben im Moment berühren, wie z.B. Kinder, Kinderspiele, Kindererziehung, Kinderlieder, Rezepte, Produktinformationen, Tipps zur Fleckenentfernung und ab und zu Nachrichten 
  • Ich shoppe bei amazon, ebay und informiere mich über Angebote bei aldi, lidl, tchibo, ernstings etc.
  • Ich suche mögliche Reiseziele und Unterkunftsmöglichkeiten

Für mehr reicht meine verfügbare Zeit nicht aus. Oder: mehr Zeit nehme ich mir für dieses Medium nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich gar nicht so genau weiß, wofür ich – mit meinen Interessen – das Internet noch nutzen sollte. (Nachtrag an dieser Stelle: Oder es liegt daran, dass ich bis jetzt 4 x unterbrochen wurde, um irgendwas für irgendwen in meiner Familie zu tun?! Wo war ich???)

Community? Ich habe kaum Zeit meine bestehenden Freundschaften zu pflegen.

Foren? Zu viel Bla, zu viele Selbstdarsteller, zu wenig nutzbare Fakten. Oder kenne ich bisher nur die falschen Adressen?

Spiele? So gar nicht mein Fall.

Weiterbildung? Das ist ein Bereich, der mich sehr interessiert, den ich mir für IRGENDWANN, wenn ich mal ganz viel Zeit habe, aufhebe.

Meinem Mann, der übrigens extrem viel mit dem Medium zu tun hat, ist das sehr suspekt, was ich gerade mache. Der denkt sich sicher, das dies hier eine Eintagsfliege ist. Vielleicht hat er Recht, vielleicht habe ich gerade eine Nutzungsmöglichkeit gefunden, die zu mir passt?

Wir werden sehen …

Hello world!

29.Juni.2008 - Eine Antwort

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